Potamotrygon leopoldi (P13)



Beim Erwerb meiner Rochen habe ich darauf geachtet, dass es sich um Nachzuchten handelt. Die Leopoldis stammen alle vom Nachwuchs von deutschen Züchtern. In der Zeit des Internets ist es kein grosses Problem mehr, an solche Kontakte heranzukommen. Dies sollte doch vermehrt genutzt werden. Besonders, wenn man bedenkt, wie viele Wildfänge sterben müssen, bis sie bei uns ankommen (wenn sie überhaupt ankommen). Auch bedeutet die Eingewöhnung eine weniger grosse Umstellung und somit auch weniger Stress für die Tiere, weil sie schon im Aquarium geboren wurden und gar nichts anderes kennen. Über dies hinaus ist das Risiko von eingeschleppten Krankheiten und Parasiten wesentlich kleiner.

Den ersten Rochen, ein Männchen, welches am 25.10.02 geboren wurde, habe ich im April 2003 erstanden. Es hatte damals einen Scheibendurchmesser von ungeführ 12 cm. Nach dem Einsetzen hat er neugierig die neue Umgebung erkundet und bereits am ersten Tag danach gefressen. Das Weibchen, geboren am 16.04.2003, hatte ich im darauf folgenden Mai gekauft. Mit dreieinhalb Wochen hatte sie einen Scheibendurchmesser von ca. 11 cm. Sie war etwas scheu und vergrub sich oft im Sand. Dies ist nicht verwunderlich, denn das ist das natürliche Verhalten junger Rochen. Wenn sie nicht auf Nahrungssuche sind, verstecken sie sich und schützen sich so vor Feinden. Es ist schwierig, junge Rochen an eine neue Umgebung und an neue Nahrung zu gewöhnen. Doch auch sie nahm schon am zweiten Tag Nahrung zu sich. Ich habe die beiden anfänglich (etwa einen Monat lang) bei der Fütterung mit einer Scheibe getrennt. Sie war noch recht langsam beim Fressen. Er, viel gieriger, hätte ihr in der Zwischenzeit das meiste weggefressen. Doch später war das dann absolut kein Problem mehr. Die beiden futtern nun Seite an Seite oder auch übereinander. Sie sind mittlerweile 45 cm bzw. 41 cm gross (Stand Januar 2008). Damit hat sie ihn von der Grösse her überholt, obwohl er ein halbes Jahr älter ist als sie. In der Regel ist es so, dass die Weibchen grösser werden als die Männchen.

Bilder vom Mai 2003
Bilder vom Januar 2004
Bilder vom Mai 2005
Bilder vom Dezember 2006
Bilder vom April 2008
Bilder vom Juli 2008


Mai 2003

Klettern an Überhängen ist für mich überhaupt kein Problem ?


Juhui! Manchmal mache ich vor Freude auch Luft- bzw. Wassersprünge.


Natürlich verbringe ich viel Zeit mit Futter suchen. Hier puste ich gerade in den Sand.


Da haben wir auch schon was gefunden. Links neben mir meine Freundin, sie war damals gerade mal 6 Wochen alt.


Mein Weibchen erkundet neugierig ein Fossil. Deutlich zu sehen die etwas blasse Farbe. Wir werden erst mit halbjährig so richtig schwarz.

Januar 2004

Inzwischen hat sich auch mein Weibchen (rechts) dunkler gefärbt.


Während den Abendstunden schwimme ich hin und wieder die Scheiben hoch und runter.


Hier (links unter dem Schwanzansatz) sieht man auch mal, dass ich wirklich ein Männchen bin.

Mai 2005

Manchmal jongliere ich das Futter auf meiner Nase, doch gleichzeitig fressen und jonglieren ist dann doch noch etwas schwierig!


Auch das Synchronschwimmen ist noch nicht ganz perfekt.

Dezember 2006

Ich und die Mutter meiner Tochter, welche ich immer noch zum Fressen gern habe (s. Paarungsverhalten).

Das Weibchen hat überraschenderweise (ungefähr zur Zeit der Erlangung der Geschlechtsreife) neue kleinere weisse Punkte in ihrer Zeichnung bekommen und einige der grösseren alten haben sich in mehrere kleine aufgeteilt.

April 2008

Mein tragendes Weibchen im Alter von 5 Jahren.


Ihre Zeichnung hat noch einige weitere Punkte erhalten, interessant der »Pfotenabdruck« ganz hinten.


Auch die Frontansicht lässt sich sehen ...


Mein Auge mit den weissen Sternchen (keine Spiegelung, die sind wirklich im Auge).



Juli 2008

Am 11.07.08 konnte ein weiteres Weibchen in die Rochenfamilie aufgenommen werden. Es war zu diesem Zeitpunkt ungefähr 14 Monate alt, hatte einen Scheibendurchmesser von 24 cm und besitzt eine ansprechende Zeichnung mit vielen Punkten. Das Einsetzen erfolgte völlig problemlos. Am ersten Abend hatte es bereits gefressen, wie wenn nichts gewesen wäre.

Das neue Weibchen fühlte sich vom ersten Tag an wohl ...


... und erkundet bereits die neue Umgebung.


Ein Eindruck ihrer schönen Zeichnung.


Wer weitere Infos zur Haltung, Pflege, Ernährung und vielem mehr (wie z.B. Chat oder Marktplatz) von Süsswasserrochen sucht, der findet das auf der einmaligen Seite von Andreas Ochs: www.potamotrygon.de.